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Für meine Meisterschülerarbeit arbeitete ich mit Fragmenten vom Hallenboden der historischen Ernst Grube Sporthalle in Leipzig. Als Leistungssportlerin hatte ich im Jugendalter auf diesem Boden trainiert. Jahre später wurde die Halle zur Flüchtlingsunterkunft. Vor Wiederaufnahme des Sportbetriebes wurde die Halle renoviert und der Boden ersetzt. Ich transportierte einige originale Teile von meiner Heimatstadt an die Kunsthochschule Mainz und zersägte sie in splitterartige Formen. Mich interessierte, wie wir Menschen uns das natürliche Material Holz angeeignet haben. Von der Formgebung über die Gestaltung bis hin zu verschiedenen Formen der Nutzung.

Videoprojektion auf Installation, Ausstellungsansicht Schloss Untergröningen 2019, Ausschnitt

„Ein Bild erregt die Gemüter. Dicht an dicht gedrängt stehen sie, im Abstand von einem halben Meter: Feldbetten für über 450 Flüchtlinge in der Leipziger Ernst-Grube-Halle. Die Nachricht von der Entscheidung des Freistaates Sachsen, auf dem historischen Gelände der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität ein notdürftiges Erstaufnahmelager zu errichten, verbreiten die lokalen Medien am Dienstag, den 11. August 2015.“

Quelle: https://www.exc16.uni-konstanz.de/schaefer-fluechtlinge-leipzig.html

Digitale collage aus Pressebild: Tausendundeine Nacht, 61 x 78,83 cm

„Im vergangenen Jahr befand sich Deutschland durch die Aufnahme vieler Geflüchteter in einem Ausnahmezustand. In Leipzig wurde deshalb auch die Ernst-Grube-Halle von August 2015 bis Februar 2016 in eine Notunterkunft umfunktioniert. Freitagvormittag wurde die Spoerthalle nach einer umgangreichen Sanierung zurück an die Universität übergeben.“

Quelle: https://mephisto976.de/news/ernst-grube-halle-uni-zurueckuebergeben-5765,7.Oktover2016

Digitale collage aus Pressebild: entfremdet 60 x 52,65 cm
Meisterschülerausstellung
abgetaucht, Pigmentprint, 60 x 90 cm, 2018